Südspanien, wir kommen! (zu viert)

 Endlich Sommerurlaub! Und in diesem Jahr geht's zu viert in den Familienurlaub nach Spanien, genauer: Marbella. Und weil wir zu viert sind, wird die Berichterstattung auch etwas komprimierter ausfallen.

Aber von vorn.

Am vergangenen Sonntag habe ich nach logistischer Meisterleistung und unter Ausschöpfung aller möglichen Kapazitäten meines Kombis tatsächlich 5 Koffer und 4 Rucksäcke verstauen können und wir sind losgetingelt nach Berlin. Nach einem Familienbesuch bei meiner Schwester haben wir das Auto ausgeräumt abgestellt und und sind für eine Nacht im Airport B&B abgestiegen. Das war für uns alle inkl. Koffern auf 12qm schon das erste Abenteuer, denn es hieß zusammenrücken. Geschlafen haut glaube niemand. Den einen stört die Klimaanlage, den nächsten der Lärm beim offenen Fenster, den nächsten das Schnarchen bei geschlossenemen Fenster und der vierte befürchtet Tod durch ersticken bei geschlossenemen Fenster. Zum Glück war die Nacht dann auch halb 4 vorbei und wir haben uns am Montag aufgemacht, zum Flieger.

Pünktlich und ohne besondere Vorkomnisse sind wir kurz vor 10 dann auch etwas früher als erwartet in Malaga gelandet. Nach kurzer Orientierungslosigkeit haben wir unsern Mietwagenshuttlebus gefunden und konnten uns unser Auto abholen. Wobei mir auffällt, dass es noch keinen Namen hat. Das gilt es also im Familienrat noch abzustimmen. Das obligatorische Foto fürs Album (und im im Zweifelsfall das Nummernschild zu kennen) gibt'S natürlich trotzdem.

Mietwagen ohne Namen

Hier war noch etwas mehr verpackungstechnisches Können gefragt und alle unsere Taschen konnten nur mit, weil die Mädels hinten ihre Sitzbank mit dem Gepäck geschwisterlich geteilt hatten, aber wir haben uns einfach gedacht, dass es zu Trabbi-Zeiten ja auch irgendwie in den Urlaub gegangen sein muss und haben munter gestopft bis alles drin war. Türen und Kofferraum mit Gewalt zugerammelt und dann konnte es auch weiter gehen.

Die Costa Del Sol entlang haben wir auch unmittelbar nach Marbella verlegt und in der Nähe unserer Unterkunft am Strand das Triana gefunden, wo's gleich lecker Mittagessen gab. Leider hatten wir zu dem Zeitpunkt noch immer keine Antwort auf die bereits wiederholt gestellte Frage nach der Möglichkeit eines Early check-in in unserem Appartment.

Offensiv ging's also nach dem Essen (gegen halb 2 schätzungsweise) in Richtung Unterkunft, vielleicht haben wir ja Glück. Wenigstens das, wenn wir schon keinerlei Infos zum Check-in hatten. Und irgendwie konnten wir uns durch das Tor am Grundstück und die Tür Am Gebäude sogar bis vor die Wohnungstür vorarbeiten, wo wir plötzlich von einer Cleaning lady überholt wurden, die sich offenbar gerade aufmachte, die Bude von den Spuren der letzten Besucher zu bereinigen. Nach etwas Kommunikation mit Händen und Füssen (die Anzahl der Schnittmenge unserer Sprachen war leider sehr gering) und einem Telefonat der Dame mit dem Host einigten wir uns wie folgt: wenn die Wohnung sauber ist, dann bekommen wir die Check-in infos vom Host bei Mail und wir können rein. Bis dahin können wir aber schonmal unsere Koffer abstellen. Na wunderbar! Also fix die Badesachen rausgepackt und die Koffer abgestellt und ab in den Pool. 

Checl-in um 3 wie eigentlich angegeben klappte nicht. Kurz nach 4 wurde immernoch gereinigt - die Lady war neu in deer Wohnung, hatte einiges zu tun und ihrer Aussage nach sollte es noch eine bis anderthalb Stunden dauern.

Kein Thema. Irgendwann nach der ersten Erfrischung haben wir uns also nochmal ins Auto geschwunden und sind nach La Cala de Mijas gefahren, schließlich muss man ja auch mal ein Eis essen. Die ersten beiden Eisläden wurden für gut befunden und auch der Strand war nett. Auf dem Rückweg noch fix ein paar Einkäufe im Kaufmannsladen und dann endlich in die Wohnung. Dachten wir. Gegen dreiviertel 6 (oder so) waren wir wieder da, die Cleaning lady leider nicht mehr. Und die Wohnung war zu. Und unserern Host konnten wir nicht erreichen. Und Check-in infos hatten wir nicht. Und unsere Koffer waren in der Wohnung.

Den Zahlencode für das Grundstückstor konnten wir uns erschleichen und Zugang zum Hausflur konnten wir uns verschaffen, indm eines unserer Mädels durch's offenen Fenster geklettert ist, aber dann war auch Schluss. Nach ca. 30min Warteschleife bei booking.com wussten wir, dass auch die den Host nicht erreichen können. So langsam wurde es unangenehm. Man versprach uns, wenn nach 45min keine Rückmeldung erfolgt, dass wir dann die Buchung canceln könnten und wir "a better offer" bekämen. Wie wir an unsere Koffer kommen wussten man da aber auch nicht. Plötzlich war halt die Verbindung weg. Passiert..

Nach 45min -immerhin pünktlich- dann eine Mail, dass die Buchung nicht aufrecht erhalten werden könne. Das "better offer": sucht euch doch auf Booking.com eine alternative Unterkunft und schickt uns dann die Rechnung, wir erstatten euch 60 Euro. Jetzt soll man ja auch mal zufrieden sein und nicht gierig, aber ehrlicherweise sind 60 Euro bei einer Unterkunft in Marbella  für 12 Tage und 4 Personen jetzt kein sehr relevanter Betrag. Enttäuschung. Und so langsam Zeit für einen Notfallplan. Glücklicherweise hatten wir nach wie vor Zugang zum Pool und mussten dabei nicht schwitzen. Gerade, als meine liebe Frau eine Alternative gefunden hatte, ging das Telefon und wie aus dem Nichts meldete sich dann der Host. Das ihm die Buchung gecancelled wurde, fand er dann wohl doch nicht so geil. Weitere 20min später hatten wir endlich alle Infos, waren eingecheckt und hatten unsere Koffer wieder. Das war dann so um 8 etwa. Wir waren quasi komplett durch. Der Tag war lang. An die Hitze will sich erstmal gewöhnt werden und deshalb gab's noch Oliven, Gnocci, Wein & Bier zum Abendbrot (zielgruppengerecht zugeteilt natürlich) und ab ins Bett. Was für ein Ritt.

Unsere Terasse

Blick auf den Pool


Am Dienstag war erstmal Pool angesagt. Und am Nachmittag nochmal La Cala de Mijas. Hier gab's noch ungeteste Eisdielen. Ich ziehe ernsthaft eine Zweitkarriere als Eisfluencer in Betracht. Und ausßerdem wollten wir Strand. Das war auch tatsächlich ganz nett. Neben dem Sonnenbrand läuft man aber auch Gefahr, sich die Fußsohlen am Sand zu verbrennen. Obacht ist angesagt!

Las Cala de Mijas - ein Brunnen


Falls ihr euch fragt, wieso hier so wenig Bilder sind - auf nahezu allen ist meine liebe Familie. Und deswegen werde ich die nicht veröffentlichen. Am Ende verliebt sich noch irgendeine K.I. in meine Frau. Das kann ich nicht zulassen. Ich guck mal, ob das die nächsten Tage besser werden kann.

Nach dem Strandausflug haben wir noch die wesentlichen Dinge im Supermarkt besorgt, die man halt so braucht in einer Wohnung. Zum Beispiel eine Pfanne, bei der man das Teflon nicht direkt mit serviert. Und so Zeug eben. Und dann war der zweite Urlaubstag auch schon wieder rum, am Ende haben wir noch auf der Terasse gequatscht bis wir alle müde ins Bett gefallen sind.

Und dann war auch schon Mittwoch. Heute ging's mal los. Aber zuerst: Pool. Natürlich. Was sonst. Nach dem Mittagessen sind wir dann mal in Richtung Altstadt Marbella gefahren (wir sind hier in Capobino, etwas westlich des Zentrums) und haben gebummelt. Bzw. ich hab auch sehr viel vor kleinen Läden gewartet, in denen es Schmuck oder Souvenirs gab. Man merkt deutlich, dass sich die Mädelsquote erhöht hat :) Im Alameda Park gab es etwas Schatten und im Margot's Marbella ein wie ich fand riiiiichtig geiles Chicken Club Sandwich. Definitiv 10 von 10.

Welcome to Marbella City Centre

Ein schöner Innenhof

Alameda Park

Alameda Park

Promenade

Europas größtes Katzennetz

Nach der Stärkung waren im Puerto Banuz, dem Yachthafen von Marbella. Hier geht's den Leuten nicht soooo schlecht und das eine oder andere nette Bötchen liegt hier auch am Steg, aber ich würde dennoch sagen, dass es verglichen mit Antibes etwas überschaubarer ist.

Und wenn wir einmal hier sind, dann machen wir doch auch gleich eine Bootstour. Delfine gab's leider keine zu sehen, aber ca. 3km vor der Küste konnten wir alle mal ins Wasser springen. Und als die Mädels später erfahren haben, dass es dort 56m tief ist, waren sie umso stolzer, sich getraut zu haben. Und wir natürlich auch. Ein tolles Erlebnis. Und weil man aufhören soll, wenn's am schönsten ist, mache ich hier für den ersten Teil mal Schluss.

Boote, Boote, Boote

Puerto Banuz

Puerto Banuz von weiter weg und mit Filter

Marbellas Küste



 

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