Wir kommen ins Bi-Ba-Baskenland

 Karfreitag ist Reisetag



So lautete das Motto unseres gestrigen Tages. Meine liebe Frau Gemahlin und ich haben uns für eine Woche Osterurlaub entschieden, inspiriert von immerwährendem Appetit und Somebody Feed Phil :) 

Vermeintlich gilt San Sébastian als der kulinarische Hotspot Europas mit einer hohen Dichte an leckeren Schmackazienfachanbietern und über das Baskenland wussten wir auch nicht nicht wirklich viel, also gebucht und vorgefreut.

Viel zu früh sind wir am Freitag von Dresden nach Prag um dort von smartwings in ca. 2,5h. Flugzeit nach Bilbao gebracht zu werden. Vom dortigen Flughafen wollten wir dann mit dem Bus weiter nach San Sébastian, allerdings war der und der nächste Bus schon voll, so dass wir mit Uber zum Bilbao Intermodal Drehkreus gefahren sind um dort einen anderen Bus abzufassen, der uns ca. 1,5h später dann in Donostia (baskischer Name) rausgelassen hat. Erstmal eine Portion Txurroak (Churros) zur Belohnung und dann nochmal Taxi und wir waren im Hotel.






Nach dem Check-in dann kurze Orientierung und wieder Bus, der uns nach etwa 20 Minuten am Boulevard rausgelassen hat und dann waren wir auch bereits direkt in der Altstadt La Parte Vieja.

In den ganzen Gassen gibt es einiges zu sehen, besonders die Pintxio Bars, für die die Stadt berühmt ist. Angeblich hat irgendwann im 1940 (?) irgendein Lokal angefangen kleine Snacks für auf die Hand in die Auslage zu legen und nun ist es hier Kultur, sich die Pintxios geben zu lassen, dazu ein kleines Getränk wie den Txiakoli, einen jungen spritzigen Wein, der aus ca. einem halben bis einem Meter Höhe ins Glass gegossen wird um noch spritziger zu werden. Wenn man man das wegegsnackt hat, dann geht's weiter in die nächste Bar. Hinsetzen ist eigentlich nicht vorgesehen.

Gestartet sind wir in der Bar Txepetxa, wo es Anchovie-Pintxios in allen Varianten gibt. Da bin ich doch direkt wieder angekommen.



Viel weiter gekommen sind wir nicht, denn ca. 10m weiter war die nächste Bar, deutlich weniger besucht aber nicht weniger lecker. Also: Beruhigungspintxio.


Von dort sind wir an der vermeintlich berühmten Bar Nestor vorbei gekommen, an der sich Menschen schon 1-2h vor Eröffnung anstellen um ein Stück ihrer Tortillia zu bekommen, die nur zweimal am Tag gemacht wird. Wild. Wir haben uns aber dagegen entschieden, das scheint dann doch etwas übertrieben.

Weiter in Richtung Plaza de la Constitucion, nochmal ein Zwischenpintxio für den Weg und dann waren wir auch schon am Puerta del Mar und haben den Sonnenuntergang genossen. Das war's auch für den ersten Tag. Reicht ja auch.




Es geht bergauf

Nach einer erholsamen Nacht und der etwas peinlichen aber dann auch doch wieder irgendwie deutschen Erkenntnis das Samstagfrüh um 8 außer uns nur Polizisten und Bauarbeiter beim (zugegebenermaßen sehr leckeren) Frühstück anzutreffen sind, ging's wieder in die Linie 26 mit dem Ziel San Telmo Musea um mehr über die Basken zu erfahren.


Dort waren wir heut nicht. Nach einem Blick auf den Atlantik sind wir kurz entschlossen den Berg (Mount Urgull) hochgerammelt und haben den Blick genossen und das Stadtmuseum angeschaut. Und die Jesusstatue auf dem Stadtmuseum hat uns angeschaut. Keine Ahnung wer jetzt Jesus angeschaut hat, aber wird schon wer gewesen sein. Der Puls war auf jeden Fall einmal erhöht und schätzungsweise ein Pintxio war auch wieder kalorienverbrannt. Also kann weiter gefuttert werden.



Zum Mittagssnack haben wir uns im Soto am Hafen eingefunden, ich sag mal so: die 5.0* Googlebewertung ist nachvollziehbar. Ein kurzer Auszug aus den Snacks: Kartoffelsalat mit weißem Thunfisch, Schweinekopfsandwich, Gefüllte Eier mit Stockfisch, Spieß mit mariniertem Thunfisch und eingelegtem Gemüse und Geräuchte Sardellen. Ein Geschmacksbombast jagt hier den nächsten, es ist nahezu unbeschreiblich. Auf jeden Fall für mich und mein Vokabular.





Der Absolute Vorteil an diesen kleinen Portionchen ist, dass man eigentlich nicht in Völlerei geraten kann. Und so hatten wir für den vermeintlich besten baskischen Käsekuchen im La Viña noch Platz. Leider hat sich mein Blick auf Käsekuchen in dieser Welt nun komplett verändert. Ich befürchte das war nachhaltig...







Ach und ich seh gerade auf den Fotos, dass wir Iberico Schulter auch noch verkostet hatten auf dem Weg.. upsi


Und damit es nicht so aussieht als würden wir tatsächlich nur Augen für's Essen haben, hier noch 2-3 Bilder von unserem Streifzug durch die Altstadt und an der Promenade entlang. Ich mach jetzt Siesta.





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